Monitor Audio Silver 500 8G ist Outstanding Product bei Hi-Fi News

Jens Ragenow
von Jens Ragenow
10.09.2026

Im August 2026 testete Mark Craven, Testredakteur beim britischen Fachmagazin Hi-Fi News, die Monitor Audio Silver 500 8G. Der Lautsprecher erhielt dabei von der Redaktion die Auszeichnung „Outstanding Product“ - also ein "ausgezeichnetes Produkt". In Deutschland kostete das Lautsprecherpaar zum genannten Zeitpunkt 3.098 €.

Wie positiv Cravens Einschätzung ausfällt, zeigt bereits dieser Satz: „Für ein so stilvolles und hochwertig verarbeitetes Lautsprechermodell wie die Silver 500 8G von Monitor Audio ist immer Platz – umso mehr, wenn es auch noch so gut klingt.“

Welche weiteren Stärken der Lautsprecher im Test zeigt, lesen Sie in unserer Kurzzusammenfassung oder im englischen Original im Test-PDF von Hi-Fi News.

Quelle des Tests: Mark Craven, Hi-Fi News, veröffentlicht am 18. August 2026. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Aussagen zu Klang und Technik des Lautsprechers im Testbericht zusammen.

Auf einen Blick: Monitor Audio Silver 500 8G

Monitor Audio Silver 500 8G Walnuss Lifestyle
Auszeichnung Outstanding Product (Test von Mark Craven, August 2026)
Preis 3.098 € pro Paar in Deutschland (Stand: August 2026); Originaltest: £2.650
Hochtöner 1x 1 Zoll / 25 mm C-CAM-Gold-Kalottenhochtöner mit überarbeitetem UD Waveguide II
Mitteltöner 1x 3 Zoll / 75 mm C-CAM RST III-Mitteltöner in eigener Gehäusekammer
Tieftöner 2x 8 Zoll / 203 mm C-CAM RST III-Tieftöner
Besonderheit Through-bolt-Konstruktion zur Versteifung des MDF-Gehäuses und zur Kontrolle von Resonanzen
Einsatzbereich Drei-Wege-Bassreflex-Standlautsprecher für Stereo und Heimkino
Testurteil „Kraftvolle, tiefreichende Basswiedergabe, feine Details und viel Transparenz – ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.“ – Mark Craven, Hi-Fi News

Die Monitor Audio Silver-Serie ist ein Bestseller – aber hat auch die Silver 500 8G das Zeug dazu?

Seit 1999 gibt es die Silver-Serie. Monitor Audio bezeichnet sie als seine meistverkaufte Lautsprecherserie; im August 2026 startete sie in die achte Generation. Die Silver 500 8G ersetzt die Silver 500 7G und setzt wie ihre Vorgängerin auf ein 3-Wege-Konzept mit zwei 8“/ 203 mm C-CAM RST III-Tieftönern, einem 3“/ 75 mm C-CAM RST III-Mitteltöner und einem 1“/ 25 mm C-CAM-Gold-Hochtöner. Äußerlich sind die Unterschiede zwischen beiden Generationen zunächst nur schwer auszumachen. Warum sollte man Bewährtes also nicht sinnvoll fortsetzen?

Welche technischen Neuerungen bietet die Monitor Audio Silver 500 8G?

Äußerlich ist der Fortschritt der Silver 500 8G nicht sofort zu erkennen. Technisch hat Monitor Audio den Lautsprecher jedoch in mehreren Punkten überarbeitet. Eine wichtige Änderung betrifft den Hochtöner: Statt des Ferritmagneten der Silver-7G-Serie kommt nun ein Neodym-Magnet zum Einsatz. Außerdem wurde der Kompressionsring überarbeitet; die Geometrie der hinteren Kammer soll Verzerrungen verringern und den Luftstrom verbessern.

Zusätzlich erhielt der Hochtöner einen Kupfer-Kurzschlussring, der die Impedanz linearisiert. Auch der bereits aus der Vorgängerserie bekannte UD Waveguide II wurde überarbeitet, um die Abstrahlung zu optimieren. Mark Craven beschreibt im Test eine breite und natürliche räumliche Darstellung; der Lautsprecher spiele dabei angenehm geschlossen und ausgewogen.

Überarbeitete Tief- und Mitteltöner in der Silver 500 8G

In der Silver 8G-Serie debütiert Monitor Audio RST III – sprich: die 3. Generation der Rigid Surface Technology. Auch hier haben die Membranen wieder die charakteristischen kleinen Vertiefungen in der Oberfläche, die die Membran stabilisieren und Verfärbungen reduzieren. Neu sind jetzt allerdings die aus der Gold 6G-Serie bekannte und in die Silver 8G-Serie übernommene Sicke sowie die überarbeitete Schwingspule, die für ein nochmals besseres Temperaturmanagement sorgt.

Der Mitteltöner sitzt in einer eigenen, von den beiden Tieftönern getrennten Kammer. Dadurch kann er auch bei hohen Pegeln sauber und akkurat spielen – selbst wenn der Hörer es in den heimischen vier Wänden einmal richtig krachen lässt.

Darüber freuen sich sogar Arachnophobiker – Progressive Zentrierspinnen

Sie heißen zwar Zentrierspinnen, aber eigentlich geht es hier um das „Netz“, welches die Schwingspule umfasst und diese effektiv und sauber im Luftspalt halten soll. Hatten die Schwingspulen bisher immer gleich große „Röllchen“, die die Rückstellkraft der Zentrierspinne bestimmten, sind die Röllchen in den neuen Zentrierspinnen nun progressiv ausgeführt. Das bedeutet, sie werden von innen nach außen größer und somit fester.

Dadurch wirkt bei geringen Lautstärken (und somit geringerer Auslenkung der Schwingspule) eine geringe Rückstellkraft auf den Treiber, mit höherem Pegel hingegen reagiert die Zentrierspinne mit mehr Kontrolle. Dadurch ist sichergestellt, dass die Schwingspule bei nahezu jedem Pegel sauber im Luftspalt läuft und gleichzeitig nur so viel Kontrolle ausgeübt wird, wie notwendig ist. Das kommt insbesondere der Feindynamik zugute.

Auf leisen Schwingen... – Neue Silent-Flow-Bassreflexports

Zu den Neuerungen gehören die „Silent Flow“-Bassreflexports. Ihr überarbeitetes Innenprofil ist laut Monitor Audio von ineinandergreifenden Eulenfedern inspiriert, was Turbulenzen im Bassreflexrohr minimiert und Strömungsgeräusche bei höheren Pegeln reduziert. Die rückseitig ausgeführten Ports verbinden damit eine technische Funktion mit einem von der Natur inspirierten Vorbild. Da hat man doch gern mal einen Vogel ...

Vier Füße für ein Halleluja – Durch und durch benutzerfreundlich

Schluss mit Vergleichen aus der Tierwelt, kommen wir wieder zurück zu handfesten Designentscheidungen. Oder fußfesten? Das überlassen wir Ihnen; denn was wir eigentlich sagen wollen: In der Silver 8G-Serie kommen die bereits aus der Monitor Audio Platinum 3G- und Gold 6G-Serie bekannten Outrigger-Füße zum Einsatz.

Das bedeutet: Die Füße sind nicht nur äußerst fest und resonanzarm. Auch die runde Metallplatte oben auf jedem Fuß ist nicht bloß Zierde. Sobald man die magnetische Metallscheibe abnimmt, kommt ein cleverer Schraubmechanismus zum Vorschein. Über diesen lassen sich mit einem Innensechskant im sprichwörtlichen Handumdrehen die Spikes und Gummifüße in der Höhe variieren.

Man schreitet zur Tat – oder nimmt zumindest im Hörsessel Platz

Klar, Technik begeistert, aber am Ende geht es darum, was der ganze Aufwand klanglich bringt. Im Test von Hi-Fi News wurden die Monitor Audio Silver 500 8G sowohl am Cambridge Audio Evo 300 als auch am Hegel H200 angetrieben. Angenehmer Nebeneffekt: Beide Verstärker sind Streaming-Vollverstärker, sodass das restliche Setup übersichtlich ausfällt und sich die Silver 500 8G unkompliziert mit unterschiedlichen Verstärkern hören lässt.

Anschließen, Play drücken und genießen – Klangtest der Monitor Audio Silver 500 8G

Die Silver 500 8G spielt im Hörtest in sich geschlossen, homogen und sehr ausgewogen – vom warmen und gleichzeitig kraftvollen Bass bis hin zu einem klaren, ausdrucksstarken Hochton. Alles ist sauber und präsent, ohne dass etwas hervorstechen oder nerven würde. Sie spielt jederzeit angenehm durchhörbar und zeigt sich zugleich erfreulich genügsam, was die Leistungsfähigkeit des angeschlossenen Verstärkers angeht. Dass sie im oberen Bass und unteren Mitteltonbereich etwas sanfter zu Werke geht und dem Hochton ein wenig die glasklare Durchzeichnung teurerer Lautsprecher fehlt, tut ihrer allgemeinen Attraktivität und Klangqualität keinen Abbruch.

Gibt man der Silver 500 8G dynamische, groß besetzte Orchestermusik wie Danny Elfmans Eröffnungsthema aus dem Batman-Film von 1989, beeindruckt sie laut Craven mit einer mitreißenden Spielweise und einer großartigen Bühnendarstellung. Kraftvolle Transienten im Bass gibt sie ebenso selbstverständlich wieder wie die feinen Zwischentöne der Pizzicato-Streicher und der Celesta. Auch bei „Partyman“ von Prince, „Hey Now“ von London Grammar und „Up on Cripple Creek“ von The Band beweist die Silver 500 8G laut Test, dass sie den Bass jederzeit unter Kontrolle hat und Impulse auch in komplexen Passagen sauber wiedergibt.

Bei „Up on Cripple Creek“ von The Band lösen sich Gitarren, Stimmen und Schlagzeug laut Craven nicht ganz voneinander. Möglicherweise lag die geringere Trennschärfe hier aber eher an der Aufnahme als am Lautsprecher, wie auch Mark Craven selbstironisch schreibt: „I may have been guilty of asking the Silver 500 8Gs to make a silk purse from a sow’s ear...“ Womit er sinngemäß andeutet, dass er aus einer schwierigen Aufnahme wohl mehr herausholen wollte, als diese hergab.

Fazit von Hi-Fi News zur Monitor Audio Silver 500 8G

Monitor Audio Silver 500 8G mit HiFi News Auszeichnung
„Der Markt für Lautsprecher unter 3.000 £ (Anmerkung der Redaktion: zum Testzeitpunkt rund 3.500 €) ist hart umkämpft. Doch für ein so stilvolles und hochwertig verarbeitetes Modell wie die Silver 500 8G von Monitor Audio ist immer Platz – umso mehr, wenn es so überzeugend klingt.

Der Lautsprecher bietet eine kraftvolle und tiefreichende Basswiedergabe, feine Details und viel Transparenz. Das ist ein Paradebeispiel für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – selbst angesichts des Preisanstiegs gegenüber der 7G-Version.“

Mark Craven im August 2026 im Test über die Monitor Audio Silver 500 8G für Hi-Fi News

Sie möchten selbst hören, wie die Monitor Audio Silver 500 8G klingt?

Kein Problem: Hören Sie sie bei einem Monitor-Audio-Fachhändler in Ihrer Nähe. Auszeichnungen und Testberichte sind eine gute Informationsquelle und helfen dabei, sich einen ersten Eindruck von einem neuen HiFi-Lautsprecher zu verschaffen. Doch unabhängig davon, wie überzeugend ein Produkt beschrieben wird: Nichts ersetzt das eigene Probehören. Genau das empfehlen wir Ihnen bei einem Monitor-Audio-Fachhändler in Ihrer Nähe. Mit einem Klick geht’s zur deutschlandweiten Übersicht.

Wir wünschen viel Spaß beim Testen und Vergleichen!

Sie möchten noch weitere Testberichte und Wissenswertes über die Monitor Audio Silver 8G lesen?

Dann folgen Sie einfach diesem Link zur Testübersicht der Monitor Audio Silver 8G-Serie und los geht's!

Zur Übersicht aller Monitor Audio-Testberichte geht es hier: Testübersicht Monitor Audio

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